Als Agentur werden Sie regelmäßig gefragt: "Shopify oder WooCommerce?" Die Antwort ist nicht immer einfach – beide haben ihre Berechtigung für unterschiedliche Szenarien.
Die Grundphilosophie
Shopify: Gehostet, managed, eingeschränkt anpassbar. WooCommerce: Self-hosted, volle Kontrolle, mehr Verantwortung. Diese Grundentscheidung prägt alles Weitere.
Shopify: Der managed Ansatz
Shopify Vorteile:
- Keine Server-Wartung, Updates automatisch
- Schneller Go-to-Market
- Zuverlässige Performance und Uptime
- Native Payment-Integration (Shopify Payments)
- Große App-Auswahl für Erweiterungen
Shopify Nachteile:
- Laufende Kosten (29-299€/Monat + Transaktionsgebühren)
- Eingeschränkte Anpassbarkeit ohne Custom-Apps
- Checkout nur auf Plus anpassbar
- Vendor Lock-in
WooCommerce: Volle Kontrolle
WooCommerce Vorteile:
- Volle Kontrolle über Code und Daten
- Keine laufenden Lizenzkosten
- Unbegrenzte Anpassbarkeit
- Großes Plugin-Ökosystem
- Integration mit WordPress-Content
WooCommerce Nachteile:
- Hosting-Verantwortung (Performance, Security)
- Update-Management erforderlich
- Plugin-Konflikte möglich
- Performance-Optimierung aufwendiger
Entscheidungskriterien
Shopify empfehlen bei: Schnellem Go-to-Market, wenig technischem Know-how beim Kunden, Standard-E-Commerce ohne Sonderwünsche. WooCommerce empfehlen bei: Komplexen Anforderungen, Content-lastigen Shops, Budget-Sensitivität, Datenschutz-Anforderungen.
Aus Agentur-Sicht
Shopify-Projekte sind planbarer und haben weniger "Überraschungen". WooCommerce-Projekte bieten höhere Margen bei individuellen Lösungen. Beide können profitabel sein.
Fazit
Es gibt kein "besser" – nur "besser für diesen Kunden". Verstehen Sie die Anforderungen, das Budget und die technischen Fähigkeiten des Kunden, dann fällt die Entscheidung leichter.