Auf "Welche Technologien beherrscht ihr?" antworten viele Agenturen mit einer Wand aus Logos. Das wirkt beeindruckend, hilft aber niemandem. Wir machen das anders: ein klar definierter Stack, dafür mit echter Tiefe — und eine ehrliche Liste an Tools, die wir nicht in Produktion haben. Das hilft uns und den Agenturen, mit denen wir arbeiten, schneller zu klären, ob wir der richtige Partner sind.
Frontend
Aktiv im Einsatz:
- React mit Next.js — Schwerpunkt für komplexe Web-Apps und SEO-getriebene Marketing-Sites
- Vue 3 mit Nuxt — für Projekte, in denen das Team Vue bevorzugt oder Nuxts DX besser passt
- SvelteKit — wenn Performance, Bundle-Size oder schlanke Architektur den Ausschlag geben
- TypeScript überall — Standard für jedes neue Projekt
- Tailwind CSS — Utility-First für konsistente, wartbare Styles
- Three.js (über React Three Fiber) — gezielte 3D- und Partikel-Effekte
Nicht in unserem Stack:
- Angular — wir kennen es, setzen es aber nicht produktiv ein. Bei Angular-Bestandsprojekten beraten wir, sind aber nicht der ideale Migrations- oder Weiterentwicklungs-Partner.
- Solid, Qwik, Astro — interessante Entwicklungen, aber kein Production-Einsatz bei uns. Für Astro-Projekte vermitteln wir gerne an spezialisierte Partner.
Backend
Aktiv im Einsatz:
- Node.js mit Express oder direkt in Next.js / Nuxt API-Routes
- Bun — moderne Alternative zu Node, für neue Projekte zunehmend unsere Wahl
- PHP mit Laravel — strukturierte Web-Anwendungen, klare Patterns (Eloquent, Migrations, Queues)
- PHP mit WordPress — Custom Themes, Block-Editor-Erweiterungen, eigene Plugins
Nicht in unserem Stack:
- Symfony — kein produktives Projekt bei uns. Wenn Bestandscode auf Symfony läuft, sind wir nicht der erste Ansprechpartner.
- Python (Django, FastAPI) — kennen wir, setzen wir aber nicht produktiv ein. Bei Python-Projekten geben wir den Auftrag ehrlich ab.
- Go, Rust, Java/Kotlin auf Backend-Seite — kein Production-Einsatz. Für sehr performance-kritische Microservices empfehlen wir spezialisierte Partner.
- NestJS — kein Produktivbetrieb bei uns; Express + TypeScript reicht für unsere Use-Cases.
Datenbanken und Backend-Dienste
Aktiv im Einsatz:
- PostgreSQL — über Supabase oder selbst-gehostet
- MySQL/MariaDB — primär im WordPress-Kontext
- Supabase als Backend-as-a-Service (Auth, Realtime, Storage, Edge Functions)
- Firebase (Realtime DB, Auth, Hosting) — für ausgewählte Mobile- und Realtime-Use-Cases
- Drizzle ORM in Bun-/Node-Projekten — leichtgewichtig, typsicher
Nicht in unserem Stack:
- MongoDB — kein produktives Projekt; bei Bedarf nutzen wir Postgres mit JSONB für ähnliche Use-Cases
- Spezialisierte Vektor-Datenbanken wie Pinecone oder Weaviate — wir nutzen Postgres-pgvector, wenn Vektor-Suche gebraucht wird
Mobile
Aktiv im Einsatz:
- Capacitor — Hybrid-Apps für iOS und Android aus einer Web-Codebase (mit React, Vue oder Svelte)
- Progressive Web Apps als pragmatische Alternative, wenn Store-Präsenz nicht zwingend ist
- Swift für gezielte macOS-Utilities (CLI-Tools, Native-Erweiterungen)
Nicht in unserem Stack:
- React Native — kein produktives Projekt. Für reine React-Native-Anforderungen empfehlen wir andere Partner.
- Flutter — kein Production-Einsatz.
- Native iOS-/Android-Vollprojekte — Capacitor-Hybrid deckt unsere Mobile-Realität ab; für komplexe native Apps mit Custom-Sensorik gibt es bessere Partner.
KI und LLM
Aktiv im Einsatz:
- OpenAI API (GPT-Modelle) — für Chatbots, Content-Assistenz, Klassifikation
- Claude (Anthropic) — vor allem für strukturierte Extraktion und längere Kontexte
- Vercel AI SDK — saubere Abstraktion für Streaming-Antworten im Frontend
- Postgres mit pgvector — für einfache Embedding-/Ähnlichkeits-Suche, ohne separate Vektor-DB
Nicht in unserem Stack:
- LangChain als zentrales Framework — wir nutzen direkte API-Calls und kleinere Abstraktionen
- LlamaIndex, Pinecone, Weaviate als produktive Tools — Postgres-pgvector reicht für unsere Projektgröße
- Selbst gehostete Open-Source-LLMs als Standard — möglich bei On-Premise-Anforderungen, aber kein Default
Hosting und Infrastruktur
Aktiv im Einsatz:
- Coolify auf eigenem Hetzner-Server — für Projekte, bei denen wir die volle Hosting-Hoheit haben
- Vercel — für Next.js-Projekte mit nahtloser Integration
- Firebase Hosting — für mobile Hybrid-Apps und ausgewählte Projekte
- Statisches Hosting (Netlify, Cloudflare Pages) — für reine SSG-Sites
- Docker — Standard für Containerisierung; CI/CD via GitHub Actions
Nicht primär bei uns:
- Vollständige AWS-/Azure-/GCP-Infrastruktur-Setups — bei sehr Cloud-spezifischen Anforderungen arbeiten wir mit DevOps-Partnern zusammen
- Kubernetes-Cluster — kein produktiver Eigenbetrieb
Warum diese Klarheit?
Eine Agentur, die behauptet, alles zu können, ist entweder größer als sie wirkt — oder unrealistisch. Wir sind ein Team von etwa fünf Personen. Wir können nicht jeden Stack auf Produktionsniveau beherrschen, und wir wollen es auch nicht. Stattdessen halten wir den Stack klein genug, dass wir in den Tools, die wir nennen, tatsächlich gut sind.
Wenn eine Anfrage kommt, die unseren Stack verlässt, sagen wir das vor Auftragserteilung. Manchmal vermitteln wir an Partner, manchmal können wir uns für ein einzelnes Tool einarbeiten, wenn der Aufwand sinnvoll ist. Aber wir behaupten nicht, etwas zu beherrschen, das wir nicht produktiv betreiben.
Praxis-Test: Wenn Sie unsicher sind, ob wir zu Ihrem Projekt passen — fragen Sie konkret. "Habt ihr Symfony im Produktivbetrieb?" oder "Macht ihr React-Native-Apps?" beantworten wir mit Ja oder Nein, nicht mit Marketing-Sprech.
Fazit
Ein klarer Stack ist kein Eingeständnis von Schwäche, sondern ein Signal von Reife. Wir haben uns für Tools entschieden, in denen wir Tiefe entwickeln können — und wir kommunizieren ehrlich, wofür wir nicht der richtige Partner sind. Das ist langfristig die nachhaltigere Basis für eine Agentur-Zusammenarbeit als eine endlose Logo-Wand auf der Website.