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Projektübergabe: Was Agenturen und Kunden wirklich brauchen

Eine praktische Übergabestruktur für Code, Zugänge, Redaktion, Betrieb und offene Punkte.

Eine Website ist nicht vollständig übergeben, nur weil sie erreichbar ist. Der Kunde muss Inhalte bearbeiten können, die Agentur muss Zuständigkeiten kennen und ein Entwickler muss den technischen Stand nachvollziehen können. Diese drei Perspektiven gehören in die Übergabe.

Den übergebenen Stand benennen

Halten Sie fest, welche Version veröffentlicht wurde, welche Funktionen geprüft sind und welche Punkte noch offenbleiben. Verlinken Sie die vereinbarten Abnahmekriterien. Ein offener Wunsch ist von einem bekannten Fehler zu unterscheiden; für beide braucht es eine erkennbare Zuständigkeit.

Zugänge und Eigentum ordnen

In einer Zugangsliste dokumentieren, ohne Passwörter hineinzuschreiben:

  • Domain und DNS: In welchem Konto liegen sie und wer darf Änderungen veranlassen?
  • Hosting und externe Dienste: Wer ist Vertragspartner und wer übernimmt die Abrechnung?
  • Repository und Deploy: Wer erhält Zugriff und wie wird eine Änderung veröffentlicht?
  • CMS und Benutzerkonten: Welche Rollen sind nötig und wer verwaltet sie?
  • Geheime Schlüssel: Wo werden sie geschützt verwaltet und wie werden sie bei einem Wechsel ersetzt?

Redaktion und Technik getrennt erklären

Die redaktionelle Anleitung zeigt die konkreten Aufgaben im fertigen System: Inhalte ändern, Bilder pflegen, Vorschau prüfen und veröffentlichen. Eine gemeinsame Einführung sollte diese Schritte mit dem Kunden durchgehen. Screenshots oder kurze Aufzeichnungen helfen, wenn sie zum tatsächlich übergebenen Stand passen.

Die technische Dokumentation enthält Start- und Build-Befehle, erforderliche Umgebungsvariablen ohne geheime Werte, Schnittstellen, Datenmodell und den Veröffentlichungsablauf. Auch Backup, Wiederherstellung und Rückkehr zu einer vorherigen Version gehören hinein, soweit diese Aufgaben zum Projektumfang zählen.

Betrieb und Unterstützung vereinbaren

Zum Abschluss eindeutig zuordnen:

  • Wer erhält Fehlermeldungen und wer bewertet sie?
  • Wer betreut Updates, Zertifikate und Sicherungen?
  • Über welchen Kanal werden Fehler mit nachvollziehbaren Schritten gemeldet?
  • Welche Betreuung ist vereinbart und welche Erweiterungen benötigen einen neuen Auftrag?

Eine gute Übergabe lässt sich praktisch prüfen: Kann ein berechtigter Redakteur eine Änderung selbst veröffentlichen und kann ein berechtigter Entwickler den dokumentierten Stand starten? Fehlende Schritte werden vor Abschluss ergänzt.

Und Ihr Projekt?

Sprechen Sie mit uns über die technischen und organisatorischen Fragen, die Sie gerade beschäftigen.

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